Veröffentlicht am April 11, 2024

Zusammenfassend:

  • Die Effizienz einer Lotion hängt stark von der Anwendungstechnik ab, nicht nur vom Produkt.
  • Tragen Sie Lotion immer auf leicht feuchte Haut auf („Wasser-Sandwich-Technik“), um die Absorption zu beschleunigen und die Wirkung zu vervierfachen.
  • Passen Sie die Textur Ihrer Pflege an die Jahreszeit und die spezifischen Bedürfnisse einzelner Körperzonen an („Body-Mapping“).
  • Achten Sie bei trockener Winterhaut auf Produkte mit mindestens 10 % Urea für eine intensive Reparatur der Hautbarriere.

Der Wecker klingelt, die Dusche ist kurz und der Kaffee wartet schon. Für eine ausgiebige Pflegeroutine bleibt im Alltag oft keine Zeit. Besonders frustrierend ist es, wenn die Bodylotion ewig braucht, um einzuziehen, und klebrige Spuren auf der Kleidung hinterlässt. Viele greifen daher zu ultraleichten Formeln, die zwar schnell verschwinden, aber die Haut schon nach wenigen Stunden wieder spannen lassen. Die ewige Suche nach dem einen Produkt, das schnell einzieht UND langanhaltend pflegt, ist ein bekanntes Problem. Allein im Jahr 2023 gaben die Österreicherinnen und Österreicher laut einer Erhebung rund 6,5 Milliarden Euro für Körperpflege aus, was die Bedeutung dieses Themas unterstreicht.

Die gängigen Ratschläge – mehr trinken, auf die Inhaltsstoffe achten – sind zwar richtig, lösen aber das Kernproblem der mangelnden Zeit nicht. Man probiert sich durch unzählige Produkte von Bodymilk bis Körperbutter, doch das Ergebnis ist selten perfekt. Aber was, wenn der Schlüssel nicht darin liegt, ständig neue Produkte zu kaufen, sondern die Anwendung zu perfektionieren? Die wahre Effizienz einer Bodylotion liegt nicht nur in ihrer Formel, sondern in der intelligenten Anwendungstechnik. Es geht darum, die Prinzipien der Hautabsorption gezielt zu nutzen, um mit minimalem Zeitaufwand maximale Pflegewirkung zu erzielen.

Dieser Artikel durchbricht den Kreislauf aus Probieren und Frustration. Wir konzentrieren uns auf praxisnahe, zeitsparende Techniken und fundiertes Wissen, das Ihnen hilft, jedes Produkt besser zu machen. Sie erfahren, warum Urea ein wahrer Held für Winterhaut ist, wie Sie mit der richtigen Technik bis zur Hälfte Ihrer Lotion sparen und trotzdem eine bessere Wirkung erzielen, und wie Sie gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse Ihres Körpers eingehen – von trockenen Schienbeinen bis hin zu Unreinheiten am Rücken. Machen Sie sich bereit, Ihre Pflegeroutine zu revolutionieren.

Warum hilft Urea ab 10% Konzentration bei extrem trockener Winterhaut?

Sobald die Temperaturen fallen und die Heizungen aufgedreht werden, beginnt für viele die Zeit der „Krokodilhaut“. Besonders die Schienbeine, Arme und Hände werden rau, schuppig und jucken. Der Grund dafür ist, dass die Hautbarriere durch den ständigen Wechsel zwischen Kälte und trockener Heizungsluft geschwächt wird und massiv an Feuchtigkeit verliert. Hier kommt Urea, auch Harnstoff genannt, ins Spiel. Dieser Wirkstoff ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor (NMF) unserer Haut. In niedrigen Konzentrationen (bis 5 %) wirkt er rein feuchtigkeitsspendend, indem er Wasser in der obersten Hautschicht bindet.

Bei extrem trockener Winterhaut ist jedoch eine höhere Konzentration der entscheidende Faktor. Ab einer Konzentration von 10 % wirkt Urea zusätzlich keratolytisch. Das bedeutet, es hilft dabei, die Verhornungen und Schuppen sanft abzulösen. Die Haut wird dadurch nicht nur mit Feuchtigkeit versorgt, sondern auch geglättet und ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, wird nachhaltig verbessert. Die Hautbarriere wird repariert, der Juckreiz lässt nach und das unangenehme Spannungsgefühl verschwindet. Für sehr trockene Winterhaut empfehlen Experten daher oft Körperlotionen mit einer Konzentration von 10 bis 20 Prozent Urea. Diese reichhaltigeren Formulierungen sind eine gezielte Therapie, um die Haut durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Die Anwendung ist dabei entscheidend: Beginnen Sie bei normaler bis trockener Haut mit 5 % Urea. Steigern Sie nur bei sehr trockener, schuppiger Haut auf 10 %. Für extrem verhornte Stellen wie Ellenbogen oder Fersen können punktuell sogar Produkte mit 30-40 % sinnvoll sein. Wichtig ist, Produkte mit Urea nicht auf offene oder frisch rasierte Hautstellen aufzutragen, da dies zu einem brennenden Gefühl führen kann. Kombiniert mit Ceramiden wird die Wirkung noch verstärkt, da diese die Hautbarriere zusätzlich kitten.

Wie sparen Sie Lotion, indem Sie sie auf feuchter Haut auftragen?

Dies ist der vielleicht wichtigste und effektivste Trick für alle, die morgens keine Zeit haben: Tragen Sie Ihre Bodylotion immer auf die noch leicht feuchte Haut direkt nach dem Duschen auf. Die meisten Menschen trocknen sich komplett ab und cremen sich dann ein. Das ist nicht nur weniger effektiv, sondern verbraucht auch mehr Produkt und Zeit. Die Methode, Pflege auf feuchte Haut zu geben, wird auch als „Wasser-Sandwich-Technik“ bezeichnet: Die Feuchtigkeit auf der Haut wird von der Lotion quasi eingeschlossen und kann so viel tiefer in die Haut transportiert werden.

Die Haut wirkt wie ein Schwamm. Ein trockener Schwamm saugt Flüssigkeit nur langsam auf, ein bereits feuchter Schwamm hingegen sofort. Genauso verhält es sich mit Ihrer Haut. Die Wassermoleküle auf der Hautoberfläche agieren als Transportmittel für die Inhaltsstoffe der Lotion und verbessern deren Verteilbarkeit. Das Ergebnis ist verblüffend: Sie benötigen deutlich weniger Produkt, die Lotion lässt sich leichter verteilen und – das Wichtigste – sie zieht signifikant schneller ein. Das klebrige Gefühl entfällt, und Sie können sich fast sofort anziehen.

Makroaufnahme von Wassertropfen auf gebräunter Haut mit cremiger Lotion-Textur

Die Zahlen bestätigen diesen Praxistipp eindrücklich. Eine Anwendung auf feuchter Haut kann den Feuchtigkeitsboost im Vergleich zur Anwendung auf trockener Haut vervierfachen und die benötigte Produktmenge fast halbieren. Der Zeitgewinn beim Einziehen ist dabei der grösste Vorteil für den hektischen Morgen.

Lotion-Verbrauch: Trockene vs. feuchte Hautanwendung
Anwendungsart Benötigte Menge Einziehzeit Feuchtigkeitsboost
Auf trockener Haut 15-20ml 3-5 Minuten Standard
Auf feuchter Haut 8-10ml 1-2 Minuten 4x mehr Feuchtigkeit
Mit Thermalwasser-Spray 5-8ml 30-60 Sekunden Langzeit-Depot

Tupfen Sie sich nach dem Duschen also nur sanft mit dem Handtuch ab, sodass die Haut noch leicht klamm ist, und tragen Sie dann sofort Ihre Pflege auf. Sie werden den Unterschied sofort spüren und sehen.

Fett oder Feuchtigkeit: Was braucht Ihre Haut nach dem Schwimmen?

Ein Sprung ins kühle Nass ist erfrischend, aber für die Haut oft eine Strapaze. Ob im gechlorten Wasser des Freibads, im salzigen Meer oder im mineralreichen Thermalwasser – jede Wasserart entzieht der Haut auf unterschiedliche Weise Fette und Feuchtigkeit. Die richtige Pflege danach ist entscheidend, um die Hautbarriere schnell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dass Pflege wichtig ist, zeigt auch, dass jeder österreichische Haushalt im Schnitt 225 Euro pro Jahr in Hautpflegeprodukte investierte.

Die grösste Herausforderung stellt Chlorwasser dar. Chlor ist aggressiv und greift den natürlichen Hydrolipidfilm der Haut stark an. Es trocknet nicht nur aus, sondern kann auch zu Irritationen führen. Nach dem Schwimmbadbesuch ist die Haut durstig und braucht vor allem eines: intensive Feuchtigkeit. Eine leichte, schnell einziehende Lotion mit feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder Glycerin ist hier ideal. Wirkstoffe wie Niacinamid oder Panthenol helfen zusätzlich, die angegriffene Barriere zu reparieren.

Anders verhält es sich nach dem Bad in einer österreichischen Therme. Das mineralreiche Thermalwasser kann die Haut zwar ebenfalls austrocknen, aber der Entzug von Lipiden (Fetten) steht hier oft im Vordergrund. Die Haut fühlt sich danach oft nicht nur trocken, sondern auch spröde an. Hier ist eine Pflege gefragt, die beides zurückgibt: Fett und Feuchtigkeit. Eine reichhaltigere Creme oder eine Bodylotion, die mit wertvollen Ölen (z.B. Mandel- oder Jojobaöl) und Ceramiden angereichert ist, stellt das Gleichgewicht am besten wieder her. Nach einem Bad im natürlichen Badesee ist die Haut meist am wenigsten gestresst. Hier genügt oft schon eine leichte Feuchtigkeitspflege, um das Wohlbefinden wiederherzustellen.

Der Fehler bei parfümierten Lotionen, der Sonnenallergie auslösen kann

Im Sommer greifen viele gerne zu Bodylotions mit frischen, zitrischen Düften. Sie vermitteln ein Gefühl von Sauberkeit und Leichtigkeit. Doch genau hier lauert eine oft unterschätzte Gefahr: die phototoxische Reaktion. Bestimmte Duftstoffe, insbesondere ätherische Öle aus Zitrusfrüchten, können in Verbindung mit UV-Strahlung Hautreaktionen auslösen, die einer Sonnenallergie ähneln oder sogar zu bleibenden Pigmentflecken führen können.

Diese Reaktionen werden durch Furocumarine ausgelöst, die in vielen natürlichen Ölen vorkommen. Treffen diese Substanzen auf der Haut auf Sonnenlicht, können sie Rötungen, Bläschen, Juckreiz und eine starke Bräunung der betroffenen Stellen verursachen. Dieses Phänomen wird auch als „Wiesengräserdermatitis“ bezeichnet, da es auch durch den Kontakt mit bestimmten Pflanzen (wie dem Riesen-Bärenklau) in der Sonne ausgelöst werden kann. Wie eine Fachredaktion warnt, ist hier besondere Vorsicht geboten.

Besonders problematisch sind Zitrusöle wie Bergamotte, Limette und Zitrone, die phototoxische Reaktionen hervorrufen können, wenn sie der Sonne ausgesetzt werden.

– Gesundheitstrends Redaktion, Gesundheitstrends.com

Um dieses Risiko zu vermeiden, sollten Sie im Sommer einige einfache Regeln beachten. Verwenden Sie parfümierte Produkte idealerweise nur abends oder greifen Sie tagsüber auf parfümfreie Formulierungen zurück, insbesondere für Produkte, die auf sonnenexponierten Hautstellen aufgetragen werden. Achten Sie bei Bergamotteöl auf den Zusatz „FCF“ (furocumarinfrei), bei dem die phototoxischen Stoffe entfernt wurden. Wer auf seinen Lieblingsduft nicht verzichten will, kann ihn alternativ auf die Kleidung oder ins Haar sprühen, anstatt direkt auf die Haut.

Wann sollten Sie von leichter Milch auf reichhaltige Creme wechseln?

Die Haut ist kein statisches Organ; ihre Bedürfnisse ändern sich mit den Jahreszeiten. Was im Sommer perfekt funktioniert, kann im Winter völlig unzureichend sein. Der Wechsel von einer leichten Bodymilk zu einer reichhaltigen Creme ist daher keine Frage der Vorliebe, sondern eine intelligente Anpassung an äussere Bedingungen. Der Hauptgrund für den erhöhten Pflegebedarf im Winter ist der bereits erwähnte Stress durch kalte Aussenluft und trockene, warme Heizungsluft. Unsere Talgdrüsen, die für die Produktion des schützenden Hautfettfilms zuständig sind, reduzieren ihre Aktivität bei Temperaturen unter 8°C erheblich. Die Haut produziert also von sich aus weniger Fett und wird anfälliger für Trockenheit.

Eine leichte Bodymilk hat einen höheren Wasser- als Fettanteil. Sie spendet primär Feuchtigkeit, lässt sich leicht verteilen und zieht schnell ein – ideal für den Sommer oder für normale Hauttypen. Eine reichhaltige Körpercreme oder Body Butter hat hingegen einen höheren Fettanteil. Sie bildet einen schützenden Film auf der Haut, der den Wasserverlust (transepidermaler Wasserverlust) reduziert und die Hautbarriere vor äusseren Einflüssen abschirmt. Dieser okklusive Effekt ist im Winter essenziell.

Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel ist individuell, aber ein guter Indikator ist der erste Heizungstag im Herbst. Sobald die Heizungen laufen, sinkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen drastisch, und die Haut beginnt, mehr Feuchtigkeit zu verlieren. Spätestens dann, wenn die Haut trotz täglicher Pflege spannt oder juckt, ist es Zeit für eine reichhaltigere Textur. In Österreich spielen auch regionale Wetterphänomene eine Rolle, die eine noch spezifischere Anpassung erfordern.

Hautpflege-Texturen nach österreichischen Jahreszeiten
Jahreszeit Wetterlage Empfohlene Textur Begründung
Frühling Föhnwind (West-Österreich) Leichte Milch mit Hyaluronsäure Ausgleich der Föhn-Trockenheit
Sommer Schwüle Hitze (Ost-Österreich) Gel-Lotion, schnell einziehend Kein Schwitzen durch schwere Texturen
Herbst Erster Heizungstag Reichhaltige Body Butter Schutz vor Heizungsluft
Winter Kalter Wind & Minusgrade Schwere Creme mit Urea 10% Maximaler Kälteschutz

Wie behandeln Sie trockene Schienbeine und Körperakne gleichzeitig richtig?

Es ist ein weit verbreitetes Dilemma: Während die Schienbeine, Ellenbogen und Knie nach einer reichhaltigen Fettpflege schreien, neigen Rücken, Brust und Schultern zu Unreinheiten und Pickeln (Körperakne). Eine einzige Bodylotion kann diesen gegensätzlichen Bedürfnissen kaum gerecht werden. Eine reichhaltige Creme würde die Akne verschlimmern, eine leichte Akne-Pflege die trockenen Stellen nicht ausreichend versorgen. Die Lösung liegt in einer Technik namens „Body-Mapping“: die gezielte Anwendung unterschiedlicher Produkte für unterschiedliche Körperzonen.

Der Grund für diese unterschiedlichen Bedürfnisse liegt in der Verteilung der Talgdrüsen. An Rücken und Brust befinden sich sehr viele, während sie an den Schienbeinen fast vollständig fehlen. Daher trocknen die Schienbeine extrem schnell aus, während der Rücken schneller zu Überproduktion und verstopften Poren neigt. Zudem können auch Inhaltsstoffe in Bodylotions zu Unreinheiten führen. Laut einem Test von GLOBAL 2000 enthalten noch immer 21 Prozent der in Österreich getesteten Bodylotions potenziell hormonell wirksame Chemikalien, die das Hautbild negativ beeinflussen können.

Die Body-Mapping-Technik ermöglicht eine effektive und präzise Pflege, ohne viel mehr Zeit in Anspruch zu nehmen.

Praxisbeispiel: Body-Mapping für Mischhaut am Körper

Die Body-Mapping-Technik ermöglicht eine gezielte Pflege verschiedener Körperregionen. Bei gleichzeitiger Akne am Rücken und trockenen Schienbeinen wird zuerst ein pH-neutrales Waschgel für den gesamten Körper verwendet. Direkt nach dem Duschen wird dann eine leichte, nicht-komedogene Lotion mit Salicylsäure oder Teebaumöl nur auf die zu Akne neigenden Bereiche (Rücken, Brust) aufgetragen. Unmittelbar danach wird ein reichhaltiger Balsam oder eine Creme mit Urea und Ceramiden ausschliesslich auf die sehr trockenen Stellen wie Schienbeine, Knie und Ellenbogen aufgetragen. So erhält jede Zone genau die Pflege, die sie benötigt.

Dieser Ansatz klingt zunächst aufwendig, ist in der Praxis aber eine Sache von Sekunden. Man trägt einfach zwei verschiedene Produkte gezielt auf, anstatt ein einziges grossflächig zu verteilen. Das Ergebnis ist eine ausgeglichene Haut am ganzen Körper.

Diese gezielte Vorgehensweise ist der Schlüssel, um komplexe Hautprobleme effektiv zu managen.

Wie schützen Sie Ihren Teint bei trockener Heizungsluft und Kälte im Winter?

Das Gesicht ist der Kälte und trockenen Luft im Winter am stärksten ausgesetzt. Während wir den Körper mit Kleidung schützen, muss die Gesichtshaut die extremen Bedingungen ungeschützt ertragen. Eine einfache Feuchtigkeitscreme reicht hier oft nicht mehr aus. Der Schlüssel zu einer widerstandsfähigen, strahlenden Winterhaut liegt im „Layering“, dem Schichten mehrerer dünner Pflegeprodukte übereinander. Diese Technik, bekannt aus der koreanischen Hautpflege, schafft eine multidimensionale Barriere, die Feuchtigkeit einschliesst und Kälte abhält.

Jede Schicht hat eine spezifische Funktion. Die Basis bildet immer ein leichtes, feuchtigkeitsspendendes Produkt, das auf die gereinigte, noch feuchte Haut aufgetragen wird. Darauf folgen reichhaltigere Texturen, die die Feuchtigkeit versiegeln und die Haut mit Lipiden versorgen. Diese Methode ist weitaus effektiver als eine einzige dicke Cremeschicht, da die Wirkstoffe besser aufgenommen werden können und die Haut nicht überladen wird. Das Ziel ist es, ein Depot an Feuchtigkeit und Schutz aufzubauen, das den ganzen Tag über anhält.

Eine effektive Layering-Routine für den Winter muss nicht kompliziert sein. Mit nur wenigen, aber gezielt ausgewählten Produkten lässt sich ein robuster Schutzschild für die Haut aufbauen, der sie vor dem Austrocknen bewahrt.

Ihre Layering-Routine für den österreichischen Winter:

  1. Morgens (Basis): Tragen Sie ein leichtes Hyaluron-Serum auf die noch feuchte Haut auf. Hyaluronsäure wirkt wie ein Magnet für Feuchtigkeit.
  2. Morgens (Pflege): Geben Sie darüber eine Feuchtigkeitscreme mit 5-10% Urea und Ceramiden, um die Hautbarriere zu stärken und die Feuchtigkeit zu binden.
  3. Morgens (Schutz): An besonders kalten Tagen mit Minusgraden tragen Sie als letzte Schicht eine „Cold Cream“ oder einen Balsam auf die exponierten Stellen (Wangen, Nase) auf. Diese wirkt wie ein Wintermantel für die Haut.
  4. Abends (Regeneration): Verwenden Sie eine reichhaltige Repair-Creme mit natürlichen Ölen (z.B. Sheabutter, Nachtkerzenöl), um die Haut über Nacht bei der Regeneration zu unterstützen.
  5. Wöchentlich (Extra-Pflege): Gönnen Sie Ihrer Haut eine Intensivmaske, idealerweise mit beruhigenden und stärkenden Wirkstoffen wie dem in Österreich heimischen Edelweiss-Extrakt.

Die Kunst des Schichtens ist eine fortgeschrittene Technik. Es ist wichtig, die Prinzipien dahinter zu verstehen, um sie korrekt anzuwenden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Anwendung von Bodylotion auf feuchter Haut maximiert die Wirkung und spart Zeit und Produkt.
  • Passen Sie die Pflegetextur (Milch vs. Creme) an die Jahreszeit an, um die Haut optimal zu versorgen.
  • Verwenden Sie gezielte Produkte für unterschiedliche Körperzonen („Body-Mapping“), um Problemen wie Trockenheit und Akne gleichzeitig zu begegnen.

Wie schaffen Sie ein entspannendes Spa-Ritual im eigenen Badezimmer für unter 20 €?

Effiziente Hautpflege im Alltag ist das eine – sich bewusst Zeit für Entspannung zu nehmen, das andere. Ein Besuch in einer der vielen wunderbaren Thermen Österreichs ist eine Wohltat, aber nicht immer möglich. Doch das luxuriöse Gefühl eines Spa-Besuchs lässt sich auch mit einem kleinen Budget und wenigen Handgriffen ins eigene Badezimmer holen. Es geht darum, eine Atmosphäre der Ruhe zu schaffen und den Fokus ganz auf das eigene Wohlbefinden zu legen. Ein solches Ritual pflegt nicht nur die Haut, sondern auch die Seele und hilft, den Alltagsstress abzubauen.

Der Schlüssel liegt in der gezielten Ansprache aller Sinne: ein wohltuender Duft, sanftes Licht, warmes Wasser und hochwertige, aber erschwingliche Produkte. Viele Zutaten für ein perfektes Home-Spa-Erlebnis finden sich direkt in der nächsten Drogerie oder sogar im Supermarkt. Österreichische Spezialitäten wie Zirbenöl oder Heublumen verwandeln ein einfaches Bad in ein alpines Wellness-Erlebnis. Die Idee ist, die Routine des Eincremens von einer schnellen Notwendigkeit in einen achtsamen Moment der Selbstfürsorge zu verwandeln.

Mit einer durchdachten Einkaufsliste aus einer österreichischen Drogerie lässt sich ein komplettes Verwöhnprogramm für unter 20 Euro zusammenstellen. Der Fokus liegt auf natürlichen Inhaltsstoffen und der Schaffung einer entspannenden Atmosphäre.

Budget-Spa-Einkaufsliste für österreichische Drogerien
Produkt Geschäft Preis ca. Verwendung
Bad Ischler Badesalz BIPA 3,50€ Mineralbad wie in Therme
Heublumen-Badezusatz dm 4,95€ Alpen-Wellness-Feeling
Topfen & Honig Supermarkt 2,50€ DIY-Gesichtsmaske
Teelichter BIPA 2,00€ Atmosphäre
Zirbenöl dm 6,95€ Aromatherapie
Gesamt 19,90€

Dieses Ritual ist der perfekte Abschluss einer Woche und zeigt, dass bewusste Pflege nicht teuer sein muss.

Indem Sie diese effizienten Techniken in Ihren Alltag integrieren und sich gelegentlich ein bewusstes Pflegeritual gönnen, verwandeln Sie eine lästige Pflicht in einen Akt der Selbstfürsorge, der Ihnen Zeit spart und Ihr Hautbild nachhaltig verbessert. Finden Sie jetzt die Produkte und Routinen, die perfekt zu Ihrem Lebensstil passen.

Häufige Fragen zur Hautpflege nach dem Wasserkontakt

Was braucht die Haut nach Chlorwasser?

Nach dem Kontakt mit Chlorwasser benötigt die Haut intensive Feuchtigkeitspflege mit Inhaltsstoffen, die die Hautbarriere reparieren, wie zum Beispiel Niacinamid. Chlor greift den natürlichen Schutzfilm der Haut stark an, daher ist die Wiederherstellung der Feuchtigkeitsbalance entscheidend.

Welche Pflege ist nach Thermalwasser ideal?

Nach einem Bad in mineralreichem Thermalwasser, wie es in vielen österreichischen Thermen zu finden ist, ist eine Kombination aus Fett und Feuchtigkeit optimal. Eine reichhaltigere Creme hilft, den Hydrolipidfilm wiederherzustellen, der durch die Mineralien beansprucht wurde.

Was hilft der Haut nach dem Schwimmen im Badesee?

Natürliches Seewasser trocknet die Haut in der Regel weniger stark aus als Chlor- oder Thermalwasser. Hier reicht meist eine leichtere Feuchtigkeitspflege aus, um die Haut zu erfrischen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Geschrieben von Sophie Altenburger, Promovierte Pharmazeutin und Apothekerin in Graz mit Spezialisierung auf dermatologische Rezepturen. Seit 12 Jahren berät sie Kunden zu Inhaltsstoffen, Hautbarriere-Stärkung und medizinischer Hautpflege.