Veröffentlicht am April 18, 2024

Die wahre Kunst, Augen zum Leuchten zu bringen, liegt nicht in starren Farbregeln, sondern im bewussten Spiel mit Texturen und der richtigen Platzierung.

  • Komplementärfarben sind ein guter Startpunkt, aber die Textur (matt, schimmernd, metallisch) entscheidet über die Wirkung.
  • Die richtige Applikationstechnik, angepasst an Ihre Augenform wie z.B. Schlupflider, ist wichtiger als die exakte Farbe.

Empfehlung: Meistern Sie das Verblenden. Weiche Übergänge sind das Geheimnis eines jeden professionellen und eleganten Augen-Make-ups, das den ganzen Tag hält.

Sie stehen vor dem Spiegel, bereit für den Tag, und greifen doch wieder zu den altbekannten, sicheren Lidschattenfarben? Viele Frauen in Österreich kennen dieses Gefühl. Sie möchten ihre Augenfarbe – ob strahlendes Blau oder tiefes Braun – intensivieren, fühlen sich aber von der schieren Auswahl an Paletten überfordert und bleiben in ihrer Routine stecken. Dabei ist Make-up, wie eine Studie zeigt, für 42% der Österreicherinnen ein tägliches Ritual. Es ist ein Moment der Selbstfürsorge und des Ausdrucks.

Die gängigen Ratschläge beschränken sich oft auf simple Farbregeln: Kupfer für blaue Augen, Violett für braune. Doch diese Ansätze kratzen nur an der Oberfläche. Sie ignorieren die Magie der Texturen, die Macht der richtigen Platzierung und den besonderen österreichischen Sinn für eine subtile, unaufdringliche Eleganz. Was, wenn der Schlüssel nicht darin liegt, blind einer Regel zu folgen, sondern Farbe und Licht als Werkzeuge zu verstehen, um die eigene Ausstrahlung gezielt zu formen?

Dieser Guide bricht mit den langweiligen Routinen. Wir tauchen ein in die Welt der Farbharmonien, der Textur-Intelligenz und der Lichtarchitektur für die Augen. Anstatt Ihnen nur Farben vorzugeben, zeigen wir Ihnen, wie Sie eine individuelle Farbsymphonie kreieren, die Ihre Augen nicht nur schminkt, sondern sie regelrecht zum Erzählen bringt. Wir werden die Geheimnisse professioneller Techniken lüften, von der perfekten Basis bis zum bombenfesten Finish, immer mit einem Blick auf die praktischen Bedürfnisse des Alltags in Österreich.

Entdecken Sie in den folgenden Abschnitten, wie Sie mit einfachen, aber wirkungsvollen Methoden das Beste aus Ihrer Augenfarbe herausholen. Der Weg führt von der grundlegenden Farbtheorie über spezifische Anwendungstechniken bis hin zu praktischen Tipps für den Einkauf und die Haltbarkeit.

Warum lässt Kupferton blaue Augen intensiver wirken?

Das Geheimnis hinter der magischen Anziehungskraft von Kupfer auf blauen Augen liegt in der einfachen Farbenlehre. Im Farbkreis stehen sich Blau und Orange direkt gegenüber – sie sind Komplementärfarben. Wenn diese Farben nebeneinander platziert werden, verstärken sie sich gegenseitig. Kupfer, als warmer, metallischer Orangeton, hebt die kühlen, blauen Pigmente der Iris hervor und lässt sie intensiver und leuchtender erscheinen. Doch es geht um mehr als nur Farbe. Es ist die Textur-Intelligenz, die den wahren Unterschied macht. Ein metallischer oder schimmernder Kupferton fängt das Licht ein und erzeugt winzige Reflexionen, die dem Auge eine unglaubliche Tiefe und Dimension verleihen.

Dieser Kontrast ist der visuelle Ankerpunkt, der den Blick fesselt. Die gleiche Logik gilt für andere Augenfarben. Tiefbraune Augen, die oft goldene oder bernsteinfarbene Sprenkel enthalten, werden durch kühle Töne wie Kobaltblau, tiefes Violett oder sattes Tannengrün zum Strahlen gebracht. Diese Farben schaffen einen wunderschönen Kontrast zu den warmen Untertönen im Braun und lassen die Augen klarer und heller wirken. Bei grünen Augen sind es rötliche Töne wie Burgund, Pflaume oder sogar ein warmer Rosé-Ton, die die grünen Pigmente intensivieren.

Denken Sie an Ihr Augen-Make-up wie an eine Farbsymphonie. Es geht nicht darum, eine einzelne Note laut zu spielen, sondern darum, verschiedene Töne und Texturen so zu kombinieren, dass eine harmonische und ausdrucksstarke Melodie entsteht. Ein Hauch von Kupfer kann ein blaues Auge zum Leben erwecken.

Makroaufnahme eines blauen Auges mit professionell aufgetragenem, schimmerndem Kupfer-Lidschatten, der die Augenfarbe intensiviert.

Wie diese Aufnahme zeigt, sind es die funkelnden Pigmente des Kupfers, die mit dem Licht spielen und so eine dynamische Wirkung erzielen. Der Schlüssel liegt also nicht nur in der Wahl der Komplementärfarbe, sondern auch in der Entscheidung für eine Textur, die Bewegung und Leben in den Look bringt. Experimentieren Sie mit matten Tönen für die Tiefe und metallischen Akzenten für das Leuchten.

Wie schminken Sie Schlupflider, damit das Auge offen wirkt?

Schlupflider, bei denen der bewegliche Teil des Lids bei geöffnetem Auge kaum sichtbar ist, können die Augen schnell müde oder kleiner wirken lassen. Doch mit der richtigen Technik wird das Augen-Make-up zu einem Werkzeug der Lichtarchitektur. Das Ziel ist nicht, das Schlupflid zu verstecken, sondern das Auge optisch zu heben und zu öffnen. Anstatt sich an der natürlichen, oft verdeckten Lidfalte zu orientieren, kreieren wir einfach eine neue, höhere.

Die Expertin Claudia Hansen von Typ & Image Beratung fasst die grundlegende Strategie prägnant zusammen:

Schlupflider sollte man mit zwei, vorzugsweise matteren Farben schminken. Den helleren Farbton wählt man für das bewegliche Lid; den dunkleren Farbton positioniert man in der Lidfalte.

– Claudia Hansen, Typ & Image Beratung

Der entscheidende Trick dabei ist die Platzierung des dunkleren Tons. Matte Farben sind hier ideal, da sie Licht absorbieren und so optisch Tiefe erzeugen, während schimmernde Farben hervorheben und auftragen würden. Diese Technik ist besonders in Österreich beliebt, da sie ein elegantes, aber nicht überladenes Ergebnis erzielt.

Fallstudie: Die Wiener Eleganz-Technik für Schlupflider

Eine bewährte Methode, die von Kosmetikern für den österreichischen Alltag empfohlen wird, ist die „falsche Lidfalte“-Technik. Der Trick besteht darin, das Auge beim Schminken geöffnet zu lassen und geradeaus in den Spiegel zu schauen. Mit einem dunkleren, matten Lidschatten zeichnen Sie nun den Bogen einer neuen Lidfalte direkt über der natürlichen, sodass er bei geöffnetem Auge sichtbar ist. Dieser neue Schatten erzeugt die Illusion von Tiefe an einer höheren Stelle und hebt das gesamte Auge optisch an. Die Technik ist dezent, aber extrem effektiv und verleiht sofort einen wacheren, offeneren Blick.

Verblenden Sie die Ränder dieser neuen Lidfalte sanft nach oben und aussen, um harte Kanten zu vermeiden. Ein heller, schimmernder Akzent direkt unter dem höchsten Punkt der Augenbraue und im inneren Augenwinkel lenkt zusätzlich Licht auf diese Partien und verstärkt den liftenden Effekt.

Grosse Palette oder Mono-Lidschatten: Was ist für den Alltag sinnvoller?

Die Verlockung riesiger Lidschattenpaletten ist gross: eine Fülle von Farben, die unendliche Möglichkeiten versprechen. Doch im Alltag greifen die meisten Frauen doch immer wieder zu den gleichen zwei oder drei Tönen. Für die praktische Alltagseleganz, die in Österreich so geschätzt wird, stellt sich daher die Frage: Ist eine grosse, oft ungenutzte Palette wirklich die beste Wahl? Oder sind einzelne Mono-Lidschatten die klügere Investition?

Die Antwort liegt oft in einem bewussteren Konsumverhalten. Anstatt eine Palette zu kaufen, bei der die Hälfte der Farben unberührt bleibt und irgendwann entsorgt wird, ermöglicht der Kauf von Mono-Lidschatten eine kuratierte, persönliche Auswahl. Sie stellen sich Ihre eigene „Capsule Wardrobe“ für die Augen zusammen – nur mit Farben, die Sie wirklich lieben und tragen. Dieser Ansatz ist nicht nur platzsparend und reisefreundlich, sondern auch nachhaltiger. Sie kaufen gezielt nach, was leer ist, und vermeiden unnötigen Abfall. Dieses Bewusstsein spiegelt sich auch in aktuellen Daten wider: Laut einer Studie achten 71% der ÖsterreicherInnen auf nachhaltige Verpackung bei Kosmetikprodukten.

Eine minimalistische, ästhetische Anordnung von vier hochwertigen Mono-Lidschatten in neutralen Erdtönen auf einer Holzoberfläche.

Paletten haben ihre Berechtigung für Make-up-Artists oder für Experimentierfreudige. Für den täglichen Gebrauch sind vier bis fünf hochwertige Mono-Lidschatten jedoch oft die sinnvollere und nachhaltigere Wahl. Eine typische „Capsule“-Sammlung könnte bestehen aus:

  • Einem hellen, matten Hautton als Basis.
  • Einem mittleren, matten Braun- oder Taupe-Ton für die Lidfalte.
  • Einem dunklen, matten Ton (Braun, Anthrazit) als Lidstrich-Ersatz.
  • Einem schimmernden Champagner- oder Rosé-Ton als Highlight.

Diese minimalistische Auswahl deckt alle Bedürfnisse für einen kompletten Alltagslook ab, ist von hoher Qualität und entspricht dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Badezimmer.

Der harte Kanten-Fehler, der das Augen-Make-up unprofessionell macht

Nichts verrät ein unprofessionelles Augen-Make-up so schnell wie harte, sichtbare Kanten zwischen den verschiedenen Lidschattenfarben. Ein meisterhaftes Make-up zeichnet sich durch nahtlose, weiche Übergänge aus, die den Eindruck erwecken, die Farben würden ineinander schmelzen. Das Geheimnis dahinter ist keine Magie, sondern eine Technik: das Verblenden. Es ist der Schritt, der ein gutes Make-up von einem grossartigen unterscheidet und für einen polierten, eleganten Look unerlässlich ist.

Der häufigste Fehler ist, die Farbe nur aufzutupfen und sie dort zu belassen. Erfolgreiches Verblenden erfordert die richtigen Werkzeuge und die richtige Bewegung. Sie brauchen nicht Dutzende von Pinseln, aber ein paar essenzielle sind unverzichtbar. Profis schwören auf eine Kombination aus weichen und festeren Pinseln, um sowohl grossflächig zu arbeiten als auch präzise Details zu setzen. Für den Anfang genügen oft schon drei Schlüsselpinsel.

Um die Technik zu meistern, helfen zwei bildliche Vorstellungen:

Vergleich: Die Windschutzscheibenwischer- vs. die Kreis-Technik

Die „Windschutzscheibenwischer“-Technik ist ideal, um Farbe in der Lidfalte zu verteilen und einen weichen Grundübergang zu schaffen. Führen Sie einen flauschigen Blendepinsel in sanften Hin- und Her-Bewegungen entlang der Lidfalte. Für präzisere Verblendungen, etwa am äusseren Augenwinkel, eignet sich die „kleine Kreise“-Technik besser. Mit einem etwas festeren Pinsel arbeiten Sie hier in kleinen, kreisenden Bewegungen, um die Farben exakt an Ort und Stelle zu verschmelzen. Profis kombinieren beide: Zuerst der „Windschutzscheibenwischer“ für die Basis, dann die „kleinen Kreise“ für das Feintuning.

Geduld ist hierbei entscheidend. Verblenden Sie lieber in mehreren sanften Durchgängen, als mit zu viel Druck zu arbeiten. Ein sauberer Pinsel ohne Produkt kann am Ende helfen, die äussersten Ränder noch weicher auslaufen zu lassen. Mit etwas Übung wird diese Technik zur zweiten Natur und Ihr Augen-Make-up erreicht ein völlig neues Level der Raffinesse.

Wann ist ein Lidschatten-Primer unverzichtbar, um Rutschen zu verhindern?

Ein Lidschatten-Primer erscheint oft wie ein weiterer, unnötiger Schritt in der Make-up-Routine. Doch in bestimmten Situationen ist er der unbesungene Held, der darüber entscheidet, ob Ihr Kunstwerk nach wenigen Stunden in der Lidfalte verschwindet oder den ganzen Tag makellos bleibt. Ein Primer ist nicht immer notwendig, aber in drei Fällen wird er unverzichtbar: bei öligen Lidern, bei besonderen Anlässen mit langer Tragedauer und bei spezifischen klimatischen Bedingungen.

Ölige Lider produzieren von Natur aus mehr Sebum, was dazu führt, dass sich Lidschatten schnell absetzt und unschöne Linien bildet. Ein Primer schafft hier eine Barriere zwischen Haut und Make-up, absorbiert überschüssiges Öl und sorgt für eine glatte, haftende Oberfläche. Dasselbe Prinzip gilt für lange Tage oder wichtige Events wie eine Hochzeit. Hier muss das Make-up von morgens bis abends halten, ohne zu verrutschen. Der Primer fungiert als „doppelseitiges Klebeband“, das die Pigmente an Ort und Stelle fixiert.

Gerade im österreichischen Kontext gibt es spezifische Szenarien, in denen ein Primer Gold wert ist. Denken Sie an die hohe Luftfeuchtigkeit an einem Sommertag in Wien oder an den täglichen Weg zur Arbeit im schwülen U-Bahn-Netz. In diesen Momenten verhindert ein Primer, dass das Make-up „schmilzt“. Die Investition in Gesichtspflege ist in Österreich bereits hoch – so gaben Österreicher laut Handelsdaten jährlich rund 260 Millionen Euro für Gesichtspflege aus. Ein Primer sollte als Teil dieser vorbereitenden Pflegeroutine gesehen werden, um das Ergebnis zu schützen.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Eine winzige Menge, etwa so gross wie ein Reiskorn, genügt für beide Augen. Tragen Sie den Primer dünn vom Wimpernkranz bis zur Augenbraue auf und lassen Sie ihn kurz antrocknen, bevor Sie mit dem Lidschatten beginnen. Das Ergebnis ist nicht nur eine deutlich längere Haltbarkeit, sondern auch eine intensivere Farbwiedergabe, da die Pigmente nicht vom Hautöl absorbiert werden.

Wie ziehen Sie einen perfekten Lidstrich, auch wenn Ihre Hände zittern?

Ein präziser Lidstrich verleiht den Augen Definition und Eleganz, doch für viele ist er die grösste Herausforderung. Zittrige Hände können den Traum vom perfekten „Wing“ schnell in einen frustrierenden, verwischten Strich verwandeln. Die Lösung liegt nicht darin, die Luft anzuhalten und auf ein Wunder zu hoffen, sondern in einer strategischen Herangehensweise, die auf Stabilität und Kontrolle setzt. Anstatt die Linie in einem einzigen, schwungvollen Zug zu malen, zerlegen wir den Prozess in kleine, beherrschbare Schritte.

Die „Stützpunkt-Strategie“ ist eine bewährte Methode, um die Hand zu stabilisieren. Anstatt freihändig in der Luft zu arbeiten, schaffen Sie sich Ankerpunkte im Gesicht. Setzen Sie sich bequem hin, stützen Sie den Ellbogen auf einem Tisch ab und nutzen Sie Ihre eigene Gesichtsstruktur als Stativ. Diese physische Verbindung minimiert das Zittern drastisch und gibt Ihnen die nötige Sicherheit für eine präzise Linienführung.

Ihr Plan für eine ruhige Hand: Die Stützpunkt-Strategie

  1. Hand auf dem Wangenknochen abstützen: Legen Sie den Handballen der Hand, mit der Sie den Eyeliner halten, sanft auf Ihren Wangenknochen. Dies ist Ihr Hauptstützpunkt.
  2. Kleinen Finger als Anker nutzen: Spreizen Sie den kleinen Finger ab und legen Sie ihn zusätzlich auf Ihrer Wange ab. Dieser zweite Ankerpunkt sorgt für maximale Stabilität.
  3. Punkte statt Linien setzen: Ziehen Sie keine durchgehende Linie. Setzen Sie stattdessen kleine, feine Punkte oder kurze Striche so nah wie möglich am Wimpernkranz entlang.
  4. Punkte langsam verbinden: Verbinden Sie nun die gesetzten Punkte mit kurzen, kontrollierten Bewegungen. Es ist viel einfacher, kurze Striche zu verbinden, als eine lange, gerade Linie zu ziehen.
  5. Fehler sofort korrigieren: Ein in Make-up-Entferner getauchtes Wattestäbchen ist Ihr bester Freund. Korrigieren Sie kleine Patzer sofort, bevor der Eyeliner trocknet.

Wenn ein flüssiger Eyeliner dennoch zu einschüchternd wirkt, gibt es eine wunderbar elegante und fehlerverzeihende Alternative, die besonders gut zum dezenten Wiener Stil passt: die „No-Liner“-Technik. Verwenden Sie stattdessen einen dunklen, matten Lidschatten (Anthrazit, Espresso) und einen angefeuchteten, schrägen Pinsel. Drücken Sie die Farbe dicht am Wimpernkranz entlang. Das Ergebnis ist ein weicher, rauchiger Lidstrich, der die Augen definiert, ohne hart zu wirken.

Mit Geduld und der richtigen Taktik kann jeder einen schönen Lidstrich ziehen. Die richtige Stabilisierungstechnik ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wie hält Ihr Make-up bei einem 12-Stunden-Tag oder einer Hochzeit bombenfest?

Ein langer Arbeitstag, ein Fest, das bis in die Nacht andauert, oder eine emotionale Hochzeit – es gibt Momente, in denen das Augen-Make-up einfach halten muss, ohne zu verblassen, zu verschmieren oder sich abzusetzen. Die Lösung für ein bombenfestes Make-up ist die sogenannte „Sandwich-Technik“. Dabei werden Produkte in einer bestimmten Reihenfolge geschichtet, um eine extrem widerstandsfähige Struktur zu schaffen, die Schweiss, Talg und sogar Freudentränen standhält.

Die Basis für alles ist Feuchtigkeit. Besonders bei reiferer Haut sorgt eine gute Feuchtigkeitspflege dafür, dass sich Foundation und Concealer nicht in kleinen Fältchen absetzen. Darauf folgt der Lidschatten-Primer, die erste Schicht des „Sandwiches“. Er schafft die haftende Grundlage. Nun folgt der Lidschatten, idealerweise eine Kombination aus Creme- und Puderprodukten. Ein Creme-Lidschatten als Basis intensiviert die Farbe und bietet eine klebrige Schicht, auf der der Puderlidschatten perfekt haften kann. Diese Kombination ist weitaus haltbarer als Puderlidschatten allein.

Eine abstrakte, schichtweise Darstellung der Sandwich-Technik mit verschiedenen Make-up-Texturen wie Creme und Puder.

Nachdem der Lidschatten und der Eyeliner aufgetragen sind, kommt die entscheidende letzte Schicht: das Setting Spray. Sprühen Sie es aus etwa 30 cm Entfernung auf das geschlossene Auge. Das Spray legt sich wie ein unsichtbarer Film über das Make-up und „verschmilzt“ die Puder- und Cremeschichten miteinander. Es fixiert die Pigmente und macht das gesamte Kunstwerk wasser- und abriebfest. Für unterwegs ist ein kleines SOS-Kit in der Handtasche unerlässlich, um bei Bedarf schnell für Frische zu sorgen.

  • Mini-Concealer: Zum Auffrischen der Augenpartie nach vielen Stunden.
  • Transparentpuder oder Blotting Paper: Gegen unerwünschten Glanz auf der T-Zone, ohne das Make-up zu zerstören.
  • Travel-Size Setting Spray: Ein Sprühstoss zwischendurch kann das Make-up reaktivieren und erfrischen.
  • Wattestäbchen: Zum präzisen Korrigieren kleiner Fehler, z.B. wenn die Mascara unter dem Auge Spuren hinterlassen hat.

Die Haltbarkeit Ihres Make-ups ist keine Glückssache. Durch strategisches Schichten der Produkte können Sie die Langlebigkeit signifikant erhöhen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die richtige Textur (matt, schimmernd, metallisch) ist genauso entscheidend für die Wirkung wie die Lidschattenfarbe selbst.
  • Die Applikationstechnik muss immer an die individuelle Augenform (z.B. Schlupflider) angepasst werden, um das Auge optimal zu formen.
  • Ein bewusster, nachhaltiger Umgang mit Produkten, wie die Bevorzugung von Mono-Lidschatten, passt zum österreichischen Lebensstil und vermeidet Verschwendung.

Wie finden Sie den perfekten Foundation-Ton ohne Tageslicht im Geschäft?

Ein makelloses Augen-Make-up braucht eine perfekte Leinwand. Wenn der Foundation-Ton nicht stimmt, wirkt selbst der schönste Lidschatten deplatziert. Das grösste Problem beim Foundation-Kauf ist das künstliche Licht in Parfümerien, das Farben verfälscht. Ein Ton, der im Geschäft perfekt aussieht, kann sich bei Tageslicht als zu dunkel, zu hell oder zu rosa entpuppen. Doch es gibt eine Strategie, die gerade in Österreich hervorragend funktioniert: die Kultur des Ausprobierens zu Hause.

Anstatt sich auf eine Kaufentscheidung unter Neonlicht zu verlassen, sollten Sie die in Österreich etablierte „Proben-Kultur“ aktiv nutzen. Ein teurer Fehlkauf lässt sich so elegant vermeiden. Der Schlüssel ist, das Produkt unter realen Bedingungen zu testen – also in Ihrem eigenen Badezimmer und draussen im Tageslicht.

Fallstudie: Die österreichische Proben-Kultur für sich nutzen

In österreichischen Parfümerien wie Douglas, Marionnaud oder den traditionellen Geschäften wie Nägele & Strubell in Wien gehört es zum guten Service, Kundinnen Proben mitzugeben. Zögern Sie nicht, höflich danach zu fragen. Die Verkäuferinnen sind meist sehr hilfsbereit. Gehen Sie am besten vormittags, wenn weniger los ist, und bitten Sie gezielt um Proben von zwei bis drei Nuancen, die in die engere Wahl kommen – idealerweise eine, die Sie vermuten, sowie eine hellere und eine dunklere. So können Sie zu Hause in aller Ruhe testen, welcher Ton wirklich mit Ihrem Hautton verschmilzt.

Sollte der Kauf doch einmal ein Fehler gewesen sein, ist es gut, die Rückgaberichtlinien der grossen Drogerie- und Parfümerieketten in Österreich zu kennen. Diese unterscheiden sich teils erheblich, besonders bei geöffneten Produkten. Ein kurzer Blick auf die Bedingungen kann viel Ärger ersparen.

Rückgaberichtlinien ausgewählter österreichischer Drogerien
Kette Rückgabefrist Bedingungen
DM 28 Tage Mit Kassenbon, auch geöffnet
Bipa 14 Tage Ungeöffnet mit Bon
Müller 14 Tage Mit Bon, kulant bei Unverträglichkeit
Douglas 30 Tage Auch online gekaufte Ware

Die perfekte Basis ist fundamental. Nutzen Sie die lokalen Einkaufsmöglichkeiten und -gepflogenheiten, um teure Fehlkäufe zu vermeiden und Ihren idealen Farbton zu finden.

Nachdem Sie nun die Geheimnisse der Farben, Techniken und der perfekten Basis kennen, ist es an der Zeit, selbst zur Künstlerin zu werden. Trauen Sie sich, zu experimentieren und die für Sie perfekte Farbsymphonie zu komponieren.

Häufige Fragen zum perfekten Lidschatten

Bei welchen Bedingungen in Österreich ist ein Primer besonders wichtig?

Ein Primer ist vor allem bei der hohen Luftfeuchtigkeit im Sommer, insbesondere in Städten wie Wien, unerlässlich. Auch für lange Tage, die vielleicht in einem schwülen U-Bahn-Netz beginnen oder bei denen man viel unterwegs ist, sichert ein Primer die Haltbarkeit des Augen-Make-ups. Bei öliger Haut ist er ganzjährig eine gute Investition.

Was ist der Unterschied zwischen klebenden und glättenden Primern?

Klebende Primer (oft „Glitter Glue“ genannt) haben eine klebrige Textur und sind speziell dafür gemacht, lose Glitzerpigmente oder grob schimmernde Lidschatten am Lid zu fixieren. Glättende Primer hingegen haben oft eine seidige, silikonartige Textur. Sie füllen kleine Fältchen auf, mattieren die Haut und schaffen eine ebenmässige Oberfläche, ideal für reife oder ölige Lider. Beide Typen sind in österreichischen Drogerien und Parfümerien wie Douglas.at erhältlich.

Gibt es eine DIY-Alternative zum Primer?

Ja, als Notfall-Lösung kann ein gut deckender, matter Concealer dienen. Tragen Sie eine sehr dünne Schicht auf das gesamte Lid auf und fixieren Sie diese sofort mit einem transparenten Puder. Dies schafft eine trockene, leicht haftende Basis. Diese Technik ist kostensparend, aber ein spezialisierter Lidschatten-Primer bietet in der Regel eine bessere Haltbarkeit und Farbintensität.

Geschrieben von Julian Eder, Professioneller Make-up Artist und Visagist aus Wien, bekannt für seine Arbeit bei Bällen und Hochzeiten. Er bringt 15 Jahre Erfahrung in High-End-Styling, Farbtheorie und langanhaltenden Looks mit.